Poesie Lyrik

Nun hör mir endlich einmal zu!

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Nun hör mir endlich einmal zu!
Seit Äonen spreche ich zu dir,
aber immer sagst du: „später, später”.
Immer hast du Ausflüchte,
Argumente, Entschuldigungen.
In allen Inkarnationen
habe ich zu dir gesprochen,
aber du warst taub
oder wie taub.
Du musstest noch schnell
dieses und jenes erledigen,
diese Stadt erobern,
jene Schlacht schlagen.
Aber die einzige Schlacht,
die zu schlagen war,
der einzige Krieg,
der zu kämpfen war,
der alleinige Kampf,
der zu gewinnen war,
nämlich der gegen deinen Ichheitswahn,
den hast du nicht einmal in Erwägung gezogen.
Du hast deine Ohren den Klängen der Sirenen geöffnet.
Immer bist du ihrem verlockenden Gesang erlegen.
Die Wunden, die du dir zugezogen hast,
waren nie schlimm genug,
haben dir nie so weh getan,
dass du dein Handeln in Frage stelltest.
Tust du es jetzt?
Hörst du mir jetzt zu?
Hörst du auf deine Ewigkeitsstimme,
auf mich?
Schließt du die Ohren vor den Sirenen dieser Welt?
Bist du bereit,
den einzig wahren Weg zu gehen,
den Weg zurück zu mir,
der ich dir Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund bin,
dem Anderen, dem Ewigen in dir?
Bist du bereit?
Dann wende dich um!
Du hast alles versucht,
das Wesentliche aber nicht erreicht.
Jetzt vollbring die Tat
und du wirst alles empfangen:
die Ewigkeit in dir, in mir,
im All-Einen.
Komm!
Die Zeit ist da.
Warte nicht länger!
Hör auf mich!
Komm!
 
Präraffaeliten: Sirenen
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